Visionen und Risiken: Der 5. Prepaid Kongress zeigte, was möglich ist

Pressemitteilung vom November 2018

Prepaid Kongress 2018Berlin,  29. November 2018 Wie werden wir künftig bezahlen? Welche Regulierungen, Risiken und Innovationen werden auf Konsumenten und die Prepaid-Branche zukommen? Am 22. November lud der Prepaid Verband Deutschland (PVD) zum 5. Prepaid Kongress ins Quadriga Forum, um diesen Fragen nachzugehen und Antworten zu geben. Für rund 80 Herausgeber, Distributoren, Prozessoren und Akzeptanten von Prepaid-Produkten sowie einigen Handelsunternehmen wurde die Veranstaltung in Berlins Mitte zu einer Reise in die Zukunft.

Dem PVD gelang es erneut, hochkarätige Referenten und Teilnehmende aus Wirtschaft, Handel, Politik und Verbänden für den Prepaid Kongress zu gewinnen. Nach der Begrüßung durch Christian Aubry, Geschäftsführender Vorstand PVD, begann die Veranstaltung mit Ole von Beust, Geschäftsführender Gesellschafter, von Beust & Coll. Beratungsgesellschaft. Er referierte über „Vom Ruf und Verruf der Interessensvertretung“, bevor Dr. Hugo Godschalk, Geschäftsführer, PaySys Consultancy GmbH, die aktuellen Marktdaten vorstellte. Beachtliche 142 Milliarden € betrug der E-Geld-Umsatz im Jahr 2017. Ca. 90 % dieses Umsatzes in der EU wurde von Kreditinstituten in Italien und Luxemburg (PayPal) generiert. Christian Walz, Rechtsanwalt und Partner, Aderhold Rechtsanwaltgesellschaft mbH stellte dem Publikum „Regulatory Update: Neuigkeiten aus dem Aufsichts- und Geldwäscherecht“ vor. Hochaktuell ging es weiter – vor allem für Herausgeber und Händler von Gutscheinen. Mit „Vorsicht Umsatzsteuer! Folgen der EU-Richtlinie 2016/1065“ klärte Volker Patzak, Geschäftsführender Vorstand PVD, die Anwesenden über umsatzsteuerliche Neuerungen auf, die ab 01. Januar 2019 gelten werden.

Dr. Dirk Haubrich, Head of Conduct, Payments and Consumer, European Banking Authority informierte über „Finanzinnovationen und Regulierung – Widerspruch oder komplementäre Prozesse?“. Der anschließende Prepaid Talk vertiefte dieses Thema. Es diskutierten Dr. Haubrich, Christof Schulte, Leiter der Financial Intelligence Unit (FIU), Sarah Ryglewski, MdB, Mitglied im Finanzausschuss, SPD, sowie Sepp Müller, Mitglied im Finanzausschuss, CDU. Die Wirtschaftsseite vertraten Jochen Freese, Managing Director, Ingenico Marketing Solutions GmbH, und Dr. Markus Landrock, Managing Director epay DACH. Gleich zu Beginn stellte Herr Müller klar, dass Deutschland die Regulierungen aus Brüssel übernimmt. Diese würden daher nicht verschärft.

Wie sich Konsumentenpräferenzen längst weg von physischen Produkten hin zu digitalen Inhalten entwickelten, verdeutlichte Julia Blania, Retail Partner Manager, Google play gift cards. Sie informierte die Kongressteilnehmenden über „Google Play – Plattform für Innovation & Wachstum“.

Dass die Trenddynamik exponentiell ist, zeigte David Baum, Innovation Services der TRENDONE GmbH, in seiner Key Note Speech „Wie digitale Transformation zukünftig das Payment (r)evolutioniert“ eindrucksvoll. Verglichen mit Ländern wie den USA, Großbritannien, Frankreich oder Japan läuft das mobile Payment in Deutschland noch nicht. Während 60,1 Millionen US-Amerikaner diese Art nutzen, sind es hierzulande gerade einmal 2,2 Millionen Menschen. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen unterscheidet sich ebenfalls beträchtlich: 1.838 € sind es in den USA, 80 € in Deutschland.

Kurzweilig war die diesjährige FinTech Challenge mit den Unternehmen AUTHADA GmbH, FinTechSystems GmbH und sowie Much Better. Mit der Idee „Sicher digital identifizieren“ konnte Timo Hoffmann, Business Development Manager, von AUTHADA das Kongresspublikum überzeugen und den Sieg vor MuchBetter einstreichen.

Im Anschluss an den 5. Prepaid Kongress ging es in die Newton Bar zur Prepaid Networking Party. Kongressteilnehmende und Veranstalter nutzten die entspannte Atmosphäre zum weiteren regen Austausch.

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