Prepaid Vertrieb

Prepaid Vertrieb mit dem PVD (Update 2020)

Der Vertrieb eines Prepaid-Produktes muss systematisch geplant sein, um im Markt erfolgreich zu sein. Genau dabei ist der PVD Vertriebspartnern behilflich.

Herausgeber und Vertriebspartner von Prepaid-Produkten bei ihrer Arbeit fachmännisch zu unterstützen, ist ein weiteres Ziel des Prepaid Verbandes Deutschlands. Zu den Herausgebern von Prepaid-Produkten zählen beispielsweise Handelsunternehmen, Banken oder Telekommunikationsunternehmen, die ihre Produkte über eigene, stationäre Verkaufsstellen oder im Internet anbieten. Möglich ist die Vermarktung zusätzlich über die zwischen Hersteller und Verbraucher stehenden Absatzmittler sowie über unabhängige Vertriebspartner. So kann ein Handelsunternehmen den Kunden am Point of Sale die eigenen Geschenkkarten und die anderer Prepaid-Anbieter verkaufen und zusätzlich Prepaid-Handyguthaben und Bezahlkarten vermarkten. Ob Direktverkauf oder über Absatzmittler, der PVD bieten allen Prepaid-Unternehmen entlang der Vermarktungs- und Wertschöpfungskette ein Forum.

Beim Verkauf von E-Geld-Produkten gilt die Sorgfaltspflicht

Wer E-Geld-Produkte wie beispielsweise Prepaid-Karten oder Vouchers im Handel vertreiben will, muss vom Gesetzgeber vorgegebene Richtlinien strikt berücksichtigen. Nach diesem Geldwäschegesetz haben die Händler eine besondere Sorgfaltspflicht einzuhalten.

Die wichtigsten Hinweise zum Verkauf von E-Geld-Produkten

Jeder, der E-Geld-Produkte vertreibt, ist automatisch eine E-Geld-Vertriebsstelle. Damit muss die im Geldwäschegesetz vorgeschriebene Sorgfaltspflicht erfüllt werden. Dazu gehört, dass jeder Kunde, der ein E-Geld-Produkt kauft, identifiziert wird:

  • Beim Kauf eines E-Geld-Produktes muss ein gültiger Personalausweis bzw. ein gültiger Reisepass vorgelegt werden.
  • Das im Ausweis vorhandene Foto muss mit der Person abgeglichen werden.
  • Notiert werden müssen folgende Kundendaten: vollständiger Name, Wohnanschrift, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit sowie die Seriennummer des E-Geld-Produktes und das Kaufdatum.
  • Die Identifizierung muss dokumentiert und alle Aufzeichnungen und Kopien für fünf Jahre archiviert werden.
  • Sollte ein bereits identifizierter Kunde bei dem sich nichts wesentliches geändert hat, noch einmal E-Geld kaufen, reicht es aus, wenn der Namen des Kunden, die Seriennummer des E-Geld-Produkts und das Kaufdatum notiert wird.
  • Stellen Sie Ihren Kunden die „Datenschutzhinweise für Erwerber von E-Geld-Produkten“ zur Verfügung.

Die Ausnahmen beim Verkauf von E-Geld-Produkten

Es gibt E-Geld-Produkte, für die unter bestimmten Voraussetzungen eine vereinfachte Sorgfaltspflicht gilt. Welche E-Geld-Produkte dieses betrifft, finden Sie hier.

  • Der Kunde muss nicht identifiziert werden, wenn er nicht mehr als 150 Euro pro Monat und Produkt kauft.
  • Die Grenze gilt grundsätzlich auch für eine Aufladung von wiederaufladbaren E-Geld-Produkten, die nur in Deutschland genutzt werden können. Für den Erwerb und die Wiederaufladung mehrerer wiederaufladbarer E-Geld-Produkte gilt der obige Punkt.
  • Bemerkt der Händler, dass ein Kunde mehrmals pro Monat ein bestimmtes E-Geld-Produkt kaufen möchte, muss er für die Ermittlung der 150-Euro-Grenze alle Kaufbeträge zusammenzählen.
  • Wird die 150,00 €-Grenze überschritten, muss der Kunde entweder identifiziert werden oder der Händler des E-Geld-Produktes lehnt den Verkauf ab.
  • Erscheint dem Händler der Erwerb bzw. die Aufladung des E-Geld-Produktes verdächtig, muss der Kunde identifiziert werden. Zudem muss der Erwerb oder die Aufladung des E-Geld-Produkts abgelehnt werden.

Weitere wesentliche Informationen zum Geldwäschegesetz hat der Prepaid Verband Deutschland in einem Merkblatt zusammengefasst.

Anlage zum Merkblatt