Prepaid: Die Krise mit innovativen Lösungen bewältigen

Pressemitteilung vom Juni 2020

Berlin 17. Juni 2020
Neue Kredite in Höhe von ca. 156 Milliarden EUR, Maßnahmen von insgesamt 353,3 Milliarden EUR, ein Garantieumfang von 819,7 Milliarden EUR – die Bundesregierung kämpft mit dem stärksten Hilfspaket der Historie Deutschlands gegen die Folgen der Corona-Pandemie.1 Der Prepaid Verband Deutschland (PVD) begrüßt die mutigen Schritte für Unternehmen, Selbstständige und Familien. In einem Positionspapier greift der PVD einige Maßnahmen auf, bei deren Umsetzung auch die Prepaid-Branche die Wirtschaft ankurbeln kann.

Sachbezüge unterstützen Arbeitnehmende

Angestellten Beihilfe und Unterstützung bis zu 1.500 EUR in Form von Zuschüssen und Sachbezügen wie Prepaid-Karten und Geschenkgutscheinen steuerfrei zu überlassen, setzt direkte Kaufanreize und mildert zusätzliche finanzielle Belastungen für Arbeitnehmer*innen ab. Geldströme gelangen so in den Wirtschaftskreislauf. Für die Konjunktur ist das unverzichtbar.

Eine dauerhafte Steuerfreigrenze stärkt den Einzelhandel langfristig

Das bewährte und sehr beliebte Instrument der 44-Euro-Steuerfreigrenze (§ 8 Abs. 1 Satz 2 und 3 EStG) sollte für die Zeit nach der Krise gestützt werden. Es gilt, die erprobten und bisher von den Finanzämtern akzeptierten Sachbezugskarten beizubehalten, sofern sie die gesetzlichen Kriterien im Sinne des § 8 Abs. 1 EStG erfüllen. Der PVD regt außerdem eine zügige Anpassung auf eine Freigrenze von 60 EUR/Monat an, um die Kaufkraft zu stärken. Dieses würde sich positiv auf die Binnennachfrage und damit vor allem den Einzelhandel auswirken. Die Erhöhung entspricht zudem dem Inflationsausgleich der bereits seit 2004 geltenden Freigrenze.

Gutschein-Lösungen als freiwillige Liquiditätshilfen

Prepaid-Produkte wie beispielsweise Gutscheine oder City Cards revitalisieren die Wirtschaft dauerhaft. Mit ihrer liquiditätsfördernden bzw. -erhaltenden Wirkungen sind sie für zahlreiche Branchen für das wirtschaftliche Überleben unverzichtbar. Das belegen die vielfachen Gutscheininitiativen, die seit Ausbruch der Pandemie gegründet wurden. Der Kauf vorausbezahlter Gutscheine halfen Restaurants, Kultureinrichtungen und lokale Unternehmen, als es keine oder geringe Einnahmen, aber laufende Kosten gab. Diese Prepaid-Lösungen erwiesen sich gerade für die Branchen als Rettungsanker, bei denen keine Aufholeffekte eintreten, also kein zeitversetztes Nachholen eines Kaufes möglich ist.

Geldströme in besonders betroffene Branchen leiten

Zur direkten Stimulierung der Wirtschaft und der gezielten Unterstützung von Sektoren ist die Ausgabe (elektronischer) Gutscheine eine attraktive Lösung für staatliche Hilfen und Zuschüsse. Profitieren können der stationäre Handel, die Gastronomie und der Tourismus. Also Branchen, die schließen mussten. Die flexible aber gleichzeitig steuerbare Gestaltung der Einsatzmöglichkeiten ist der entscheidende Vorteil dieser Gutscheine. Durch die zeitliche Begrenzung und definiert für besonders betroffene Branchen, können Geldströme bzw. Kaufanreize gezielt geleitet werden. Buchhandlungen, Frisöre, Gastronomie sind hierfür nur wenige Bespiele.

E-Gutscheine für die Bildung und sozial Benachteiligte

Bewährt haben sich Gutscheinlösungen auch bei der Versorgung benachteiligter und schutzbedürftiger Personen oder Risikogruppen. Zu ihrem Schutz regte die Europäische Kommission in ihrer Investitionsinitiative Plus zur Bewältigung der Coronavirus-Krise (CRII+) an, über neue Methoden der Hilfeleistung nachzudenken.

1 https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-13-Milliarden-Schutzschild-fuer-Deutschland.html

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